Mädchenkreis – Gespräche, Feiern, Rituale

 

Alles rund um Deinen Weg zu einer glücklichen und selbstbewussten Frau!

Der Mädchenkreis ist ein heilsamer Ort für Körper und Seele. Er wird traditionell in einem „rotes Zelt" abgehalten.

Der Name „rotes Zelt“ steht für die Tradition vieler indigener Stämme weltweit, dessen Frauen sich zur Zeit ihrer Menstruation (Mondzeit) in solchen Zelten oder Hütten aufhielten.

Darin kamen die weisen Frauen zur Ruhe und gaben uraltes Frauenwissen an die nächste Generation weiter.

Kein Mädchen und keine Frau wurde dabei mit ihrer Weiblichkeit alleine gelassen.

 

Wie muss ich mir einen Mädchenkreis vorstellen?

 

Wir bilden im Kreis eine Gemeinschaft, einen geschützten Raum in dem wir entspannt beieinander sitzen, reden, lachen, schweigen, feiern und alles tun was uns einfach gut tut und neue Energie bringt.

 

Es ist an der Zeit wieder bewusst für unsere nachfolgende Frauengeneration da zu sein. Sie zu führen und zu halten und ihr den Zugang zu ihrer Weiblichkeit eröffnen zu helfen. Junge Mädchen sollen ihre erste Menstruation in Bewusstheit ihrer urweiblichen Kraft empfangen. Sie sollen den weiblichen Weg in Selbstwirksamkeit, Selbstbewusstsein und Freude beschreiten.

Ein Jeder spürt welch große Kraft im Frausein verborgen liegt doch in der heutigen Zeit verliert sich dieses Wissen in der Hektik unseres Alltags.

Das dürfen wir nicht zulassen, denn die Mädchen von heute sind die Frauen von morgen. Empathie, Intuition, Mütterlichkeit, Gemeinschaftsgefühl, Liebe... all diese Eigenschaften sind eine Gabe die besonders in uns Frauen angelegt ist. Doch anstatt diese Gaben als etwas Heiliges und Schützenswertes zu betrachten, werten wir uns oft selbst ab und schwächen damit diese Veranlagung. In manchen Fällen werden unsere Gaben in jungen Jahren sogar dafür genutzt zu unterdrücken oder gar zu zerstören wie es häufig bei Mobbing der Fall ist.

 

Innerhalb der Familie hat das Heranwachsen vom Mädchen zur Frau oft keinen oder nur einen sehr geringen Stellenwert. Wenn sich die erste Periode ankündigt werden vielen Mädchen kommentarlos Binden in die Hand gedrückt und sie zum Duschen geschickt. Keine oder unzureichende Erklärungen, keine Freude, kein Festtag. Etwas „Lästiges“ hat Einzug gehalten, mehr nicht!

 

Dabei ist es so wichtig Mädchen auf ihrem Weg zu begleiten, ihnen zu zeigen wie sie seelisch und körperlich gesunde Frauen werden und ihren Schossraum ehren.

 

Damals wurde meist eine weise Frau damit betraut die jungen Mädchen auf ihrem Weg zu begleiten.

Von ihr erfuhren sie alles was sie zum gesunden FrauSein benötigten. Später war es die eigene Großmutter die diese Aufgabe übernahm. In der heutigen Zeit ist dieses Frauenband jedoch häufig nicht mehr vorhanden. Die Mädchen werden von Freundinnen aufgeklärt und erfahren den „Rest“ zusammenhangslos aus dem Internet. Sie wissen wie „es“ geht aber nicht wie man dabei lustvoll und glücklich empfindet. Sie wissen wie man mit einer Pille oder einem Kondom verhütet aber nicht wie ihr sensibler Zyklus funktioniert. Sie kennen ihre Geschlechtsorgane beim Namen, wissen aber nichts über deren Funktion.

 

Der Mädchenkreis möchte diese Lücke schließen und Mädchen das geben was sie für eine gesunde Entwicklung auf dem Weg zur Frau brauchen. Es gibt nichts wertvolleres als unsere Kinder!

 

Ab kommenden Herbst biete ich Mädchenkreise für Mädchen von

 

9-12 Jahren und

13-16 Jahren an

 

Wenn deine Tochter jünger als 9 Jahre alt ist, du aber glaubst, dass ihr der Mädchenkreis dennoch gut tun würde, ist eine Teilnahme grundsätzlich möglich. Auch wenn die erste Blutung noch nicht stattgefunden hat ist eine Teilname am Kreis wichtig und wertvoll. 

 

Der Mädchenkreis umfasst 2 Termine zu je 2,5 - 3 Stunden. Am Ende feiern wir gemeinsam mit den Müttern, Großmüttern oder anderen für das Mädchen wichtige weibliche Menschen.

 

Ein regelmäßiger freier Mädchenkreis (1x/Monat) fördert im Anschluss den Austausch unter den Mädchen und mit uns Frauen. Dort können weitere Fragen beantwortet und sich einfach ausprobiert werden. Feste im zyklischen Jahreskreis werden (auf Wunsch) gemeinsam mit dem Frauenkreis gefeiert und so das Band zwischen uns Frauen und Mädchen verwebt.

 

Für den Mädchenkreis im Herbst 2018 nehme ich ab sofort Reservierungen entgegen. Pro Gruppe (9-12jährige, 13-16jährige) maximal 5 Teilnehmerinnen.

 

Anfragen bitte über das Kontaktformular hier auf der Startseite.

 

Ich freue mich auf dich und deine Tochter!

Sonja Mara

 

Die Wichtigkeit eines Mädchenkreises wird in den nachfolgenden Interviews mit Frauen unterschiedlichen Alters deutlich.

 

Frauen berichten über die Zeit ihrer Menarche (ersten Periode):

 

„Meine erste Periode war mir sehr unangenehm denn ich war nicht darauf vorbereitet. Meine Mutter hat mir nicht wirklich geholfen zu verstehen weshalb ich nun plötzlich blutete. Es war einfach so und ich musste mich irgendwie damit arrangieren, dass ich „das“ nun für eine lange Zeit haben werde.“ T. 50 Jahre, ein Sohn und eine Tochter

 

„An meine erste Periode kann ich mich gar nicht wirklich erinnern. Ich glaube nicht, dass Mama mich da groß darauf vorbereitet hatte. Ich habe mir die Infos eher von einer Freundin geholt die schon ihre Periode hatte. Für mich war die erste Periode nichts Besonderes.“ N., 39 Jahre, 3 Kinder

 

„Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hatte nicht die Mutter dazu deshalb ist das für mich eine illusionäre Frage. Meine Mutter hat sich da nie um mich gekümmert oder so. Eine Nachbarin hat mir den ersten BH geschenkt und hat mir das mit der Periode erklärt. Ich war bei der ersten Blutung furchtbar erschrocken und wusste nicht wem ich mich anvertrauen sollte. Ich hatte da einfach keine Stütze!

Mit 17 dachte ich ich wäre schwanger und habe schnell geheiratet. Hinterher stellte sich heraus, dass ich es nicht war. Unverheiratet ein Kind zu bekommen wäre schrecklich gewesen. So war das damals. M., 65 Jahre, eine Tochter

 

„Ich habe meine erste Periode erst mit 15 Jahren bekommen und sie wurde von der ganzen Familie freudig erwartet. Mutti hatte schon Binden mit mir zusammen gekauft. Endlich war sie da, die lang ersehnte Periode! Ich fühlte mich sehr behütet und als junge Frau angenommen.“ E., 67 Jahre, ein Sohn

 

„Meine erste Periode bekam ich mit 12. Ich war sehr stolz und meine Mama hat sich mit mir gefreut. Wir sind shoppen gewesen und sie hat mir schöne Unterwäsche gekauft.“ N., 36, 6 Kinder

 

„Ich wusste oberflächlich bescheid, dass ich irgendwann bluten würde. Warum und weshalb aber nicht. Als es dann so weit war, war ich sehr erschrocken und meine Mutter zeigte einen mitleidigen Blick. Ich hatte das Gefühl es wäre nun etwas sehr unangenehmes passiert, dass man am Besten für sich behält. Wir haben nicht mehr darüber geredet. Ich bekam eine Binde und wurde zum Duschen geschickt.“ M., 42 Jahre, 3 Kinder

 

„Meine Periode kam überraschend als ich 12 war, ich war überhaupt nicht vorbereitet. Okay, das was man aus der Bravo las war mir theoretisch bekannt aber ich hatte überhaupt keinen Bezug zu meiner Blutung. Ich erzählte meinen Eltern nichts davon und nahm mir eine Binde aus dem Schrank meiner Mutter. Irgendwann bemerkte sie aber was los war und fragte, ob ich bluten würde. Ich weinte und sie nahm mich in den Arm. Sie erzählte mir dann in der Schnellfassung was es mit den Tagen auf sich hatte und kaufte mir einen Vorrat an Binden. Ich spürte dass es etwas Besonderes sein musste, zu bluten, aber erst als Erwachsene konnte ich mich nochmal wirklich auf das Thema einlassen und damit beginnen es zu ergründen.“ S., 28, zwei Söhne

 

„Meine erste Erfahrung mit der Periode war weder Besonders noch emotional. Irgendwann bemerkte ich Blut im Schlüpfer und vertraute mich meiner Mutter an. Ich nahm einen kurzen Anflug von Stolz in ihren Augen wahr und fühlte mich für einen Moment sehr verbunden mit ihr. Doch dieses Gefühl verflog schnell als sie mir (gewohnt neutral) vorbetete was es mit der Periode auf sich hat und dass ich mich nun bloß nicht von einem Kerl schwängern lassen sollte. Ich hatte viele Fragezeichen im Kopf, traute mich aber nicht zu fragen. Als ich selbst eine Tochter bekam, habe ich mir im Vorfeld viele Gedanken gemacht und diesen besonderen Moment, als es so weit war, mit meiner Tochter zelebriert. Das hat das Band zwischen uns noch stärker werden lassen.“ S., 4 Kinder

 

„Von der Periode wusste ich von meiner besten Freundin. Sie hatte sie da schon fast zwei Jahre und erzählte immer wie schrecklich ihre Unterleibschmerzen sind. Ich hatte große Angst vor dem Tag an dem ich sie bekommen würde. Mit meiner Mutter brauchte ich darüber nicht reden. Die hatte ganz andere Sorgen.“ K., 17 Jahre

Eindrücke aus der Mädchenarbeit (13-18jährige)